Michael Kimmelman (New York Times) in discussion with Richard Armstrong, Director Solomon R. Guggenheim Foundation and Museum, and Nancy Spector, Chief Curator Solomon R. Guggenheim Museum, Deutsche Guggenheim, Berlin, March 2009
Photo: Mathias Schormann
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Richard Armstrong, Photo: Mathias Schormann
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Nancy Spector, Photo: Mathias Schormann
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Richard Armstrong and Nancy Spector, Photo: Mathias Schormann
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Prominenter Besuch im Deutsche Guggenheim: Richard Armstrong, seit November 2008 Direktor der Solomon R. Guggenheim Foundation und des New Yorker Guggenheim Museums, diskutierte in der Berliner Ausstellungshalle mit Nancy Spector, Chefkuratorin des Guggenheim Museums. Ihr Thema: die Perspektiven und Zielsetzungen der Guggenheim Museen weltweit und die besondere Position des Berliner Hauses in dem Museumsverbund. Moderiert wurde das Gespräch, zu dem mehr als 200 Besucher kamen, von Michael Kimmelman. Der in der deutschen Hauptstadt lebende Journalist ist Hauptkunstkritiker der New York Times und berichtet seiner Kolumne Abroad über die kulturelle Szene in Europa.
Richard Armstrong betonte, dass sich das Programm der Guggenheim Museen nach historischen Übersichtsschauen wie Russia! jetzt wieder ausschließlich auf die Kunst von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart fokussieren wird. Auf die Frage, wie die Guggenheim Foundation auf die aktuellen Turbulenzen der Finanzmärkte reagieren wolle, antwortete er, es gehe jetzt weniger um räumliche sondern um intellektuelle Expansion. Gerade jetzt käme es darauf an, dass die Guggenheim Museen inhaltlich relevante Ausstellungen zeigten. Zudem strebe man eine noch weitergehende Vernetzung zwischen den Museen an, um den interkulturellen Austausch zu vertiefen und die lokale Wirkung der einzelnen Häuser zu stärken. So bauen die Museen in Bilbao und Abu Dhabi eigene Sammlungen unter besonderer Beteiligung von einheimischen Künstlern auf.
Das Deutsche Guggenheim spielt innerhalb des Museumsverbundes, wie Nancy Spector es formulierte, die Rolle eines Labors. Die Berliner Ausstellungshalle diene vor allem als Plattform für experimentelle Projekte von Gegenwartskünstlern. In dem einmaligen Joint Venture zwischen der Solomon R. Guggenheim Foundation und der Deutschen Bank ist zudem einmal jährlich eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Deutsche Bank zu sehen. Das Deutsche Guggenheim bietet auch die Möglichkeit, Auftragsarbeiten zu realisieren, die dann in den anderen Häusern gezeigt werden könnten. Die angespannte wirtschaftliche Situation erscheint der Kuratorin nicht nur als Herausforderung. Spätestens seit der Amtsübernahme von Barack Obama registriert Spector vor allem bei jungen Künstlern eine neue Energie, die sich auch in den Institutionen bemerkbar machen werde. Es gehe darum, schloss Armstrong das Gespräch ab, den utopischen Geist der Moderne, dem auch das Guggenheim Museum seine Existenz verdanke, in der aktuellen Museumsarbeit weiterzuführen. Oder wie er formulierte: Keep the flame alive.
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